Öffentliche Veranstaltung in Frankfurt

Samstag, 1. Februar 2020, 19:30 Uhr

Ein Gemunkel über die Rosenkreuzer
Fama Fraternitatis

Gabriele Quinque

 

Ort: Logenhaus, 2. Stock, Kaiserstr. 37, Frankfurt am Main
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich!
Eintritt frei
 
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Den Rosenkreuzern hat man in den Jahrhunderten ihrer Existenz Außergewöhnliches unterstellt. Sie könnten sich unsichtbar machen, durch Wände gehen, an zwei Orten gleichzeitig erscheinen und viele solcher Spekulationen mehr. Wann immer eine Dokumentation über Geheimbünde gesendet wird, sieht man akribische Brüder vom Rosenkreuz zwischen Büchern und Bunsenbrennern ihr Geheimwissen pflegen, während die Frauen tanzend die Göttin Isis nachahmen. Solche Vorstellungen nähren sich an metaphorischen Überlieferungen. Da es für die innere Erfahrung von Tempelarbeiten kaum Worte gibt, bemühte man sich stets, das Arkanum gleichnishaft zu umschreiben. Die initiatische Tempelarbeit der Rosenkreuzer gestaltet sich hingegen unspektakulärer; sie bietet keinen Raum für schwebende Träumer, sondern erfordert geistig erwachte Menschen, die im Charakter fest und beständig genug sind, um den langwierigen Prozess zur Illumination der Seele erfolgreich abzuschließen. Das Samenkorn der drei traditionellen Rosenkreuzer-Schriften offenbart sich am Anfang der Fama Fraternitatis, denn diese Schrift richtet sich nicht an die breite Masse, sondern an die Gelehrten Europas. Lenken wir unsere Gedanken auf den Beginn dieser Legende, so erfahren wir, worum es im Wesentlichen geht: Wir, die Brüder der Fraternität R.C., entbieten allen und jedem, die diese unsere Fama christlicher Meinung lesen, unseren Gruß, Liebe und Gebet. Mit dem Gruß macht die Bruderschaft auf sich aufmerksam, mit der Liebe wird das höchste Gut im Menschen angesprochen, und das Gebet besiegelt die Richtung, in der sich diese Liebe entfalten soll. In der Folge wird die Gnade Gottes gepriesen und darauf Wert gelegt, dass der Mensch die Erhabenheit seiner himmlischen Abstammung erkennt.

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