FMG - Förderkreis für Mythologisches Gedankengut e.V.

Vortrag in Frankfurt

Samstag, 7. November 2026, 19:30 Uhr

 PYTHAGORAS UND DIE SPHÄREN

Zahl und Harmonie im Kosmos

Antje Nagula

Vor mehr als zweieinhalbtausend Jahren stellte Pythagoras eine der großen Fragen der Menschheitsgeschichte: Ist die Welt nach Zahl und Klang geordnet? Sein Denken verband Zahl, Musik und Kosmos auf eine Weise, die unsere Vorstellung von Harmonie bis heute prägt. Im Mittelpunkt des Abends steht Pythagoras selbst: seine Lebenswelt, seine Lehre und seine Vorstellung von einer Welt, deren Ordnung sich in Zahlen und Verhältnissen ausdrückt. Sein Leben liegt in vielem im Dunkeln. Die antike Überlieferung führt ihn nach Ägypten und Babylon – und immer wieder stellt sich die Frage, ob seine Reisen vielleicht sogar bis nach Indien reichten. Die Tetraktys, die musikalischen Proportionen des Monochords und die Erkenntnis, dass Klang und Zahl miteinander verbunden sind, führen schließlich zu einem seiner faszinierendsten Gedanken: der Sphärenharmonie – der Vorstellung, dass auch die Bewegungen des Himmels einer musikalischen Ordnung folgen könnten. Dieser Gedanke wirkte über Jahrhunderte weiter. Johannes Kepler suchte nach den Harmonien der Planetenbewegungen, E. F. F. Chladni machte die Ordnung von Schwingungen sichtbar, und Hans Cousto entwickelte mit seiner Kosmischen Oktave einen neuen Zugang zu den Rhythmen des Himmels. Doch was findet sich tatsächlich am Himmel? Welche Rhythmen und Zahlenverhältnisse lassen sich dort erkennen? Und lässt sich etwas, das sich über Jahre, Jahrhunderte oder sogar Jahrtausende vollzieht, überhaupt als Klang erfahrbar machen? Schließlich führt die alte Frage des Pythagoras unmittelbar zu uns: Wenn der Mensch Teil dieses Kosmos ist – welche Bedeutung könnten Rhythmus, Klang und die Ordnungen, die sich in ihnen zeigen, für unser eigenes Leben haben?

Ort: Logenhaus, 2. Stock, Kaiserstraße 37, 60329 Frankfurt am Main

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich!

Die Veranstaltung ist kostenlos.